Absegeln 2005 mit "Fuchsjagd"

Schlusspunkt der RGV-Wasser-Saison bildete auch dieses Jahr die traditionelle RGV-Fuchsjagd. Der Jäger-Flotte war eine schwierige Aufgabe gestellt. Es galt Seppi Lauber zu erjagen. Seppi ist aktiv und prägend, seit er im Jahr 1962 mithalf, unsere RGV zu gründen. Er hat unsere Fuchsjagd auf wechselnden Schiffen immer wieder dominiert und gewonnen, so z.B. auf "Wiking" (1973, 1974) auf "Caribé" (1979, 1981, 1988) oder auf "Rumple Teazer" (2001, 2004). Ein wahrlich erfahrener und mit allen (Salz-)Wassern gewaschener Fuchs also! Entsprechend forderte uns Seppi auch dieses Jahr ganz besonders: Er trat zusammen mit Sohn Markus und mit Fredy Nager mit der schnellen Dynamic 35 "Alibi" an. Das "Aufgebot" an die Jäger lautete deshalb klar: "...all ships, all ships, all ships ... !". Nur eine speziell grosse Jäger-Flotte hatte gegen den Racer des Fuchses eine Chance.

 

Der Ruf wurde gehört: 13 Jäger setzten im Nebelgrau des 16. Oktober 2005 bei leichter Bise zur Jagd an und zogen die Schlinge um den Fuchs immer enger. Doch nicht die schnellsten Verfolger waren erfolgreich. Renato Casiraghi rückte dem Fuchs auf einer Asso 99 zwar als erster (einhand) auf den Pelz, wurde von diesem aber mit gekonnten Manövern ausgetrickst und konnte keinen Treffer landen. Auch den nächsten unter Spi angepirschten Verfolgern, Alfred Elmiger mit Lis Baumeler und Sandro Fischer auf Sprinta Sport und Hanns-Peter Schaffner mit seiner Crew auf Surprise, entwischte der Fuchs mit Wendigkeit und Eleganz. Schliesslich blieb zielsichere Wurftechnik reiner Bootsgeschwindigkeit überlegen. Mit einem grandiosen Weitschuss holten sich Hans und Lynda Bryner zusammen mit Heinz Hauser auf Dehler 32 den Sieg und für 1 Jahr unseren tollen Wanderpreis, den Meteograf.

 

Doch auch nach dem Siegertreffer wurde kompromisslos weitergekämpft. Es lockten noch attraktive Trostpreise! Auch der zweite Volltreffer kam aber nicht von einem der schnelleren Verfolger, sondern von der stolzen und komfortablen Nauticat "Simba" mit Henry und Anny Müller an Bord. Damit war bewiesen, dass Treffsicherheit bei Bedarf selbstverständlich auch bei unserer Seepolizei zum sicheren Repertoire gehört. Von allen Seiten eingekreist und beschossen sah Markus Lauber, Stratege auf dem Boot des Fuchses, seine Rettung schliesslich nur noch in einem beherzten Sprung ins (herbstlich-kühle) Nass. Es sollte ihm nichts nützen! Vom nächsten Jäger aufgefischt wurde er gnadenlos zurück auf das gejagte Schiff und damit in die Jagd spediert. Die Jäger liessen nicht locker. Auch eine starke Obwaldner Delegation mit Charly Bucher, Seffi Britschgi und Herbert Weibel stürzte sich entschlossen in den Kampf. Schlussendlich hatten alle ihren Treffer im Ziel, auch "Mandarin", "Nives", "Cabo san Luca", "Ares", "Muhka" und "Triton". Nur "s'zwöi" liess es bei einem Gruss aus der Ferne bewenden und drehte vorzeitig wieder ab.

 

Nach der Jagd verholte die RGV-Flotte in die Steganlage des Restaurant "Tell am See" in Kehrsiten. Dort stiessen dann auch noch unsere "Wander-Gruppe" und ein rasant-sportlicher Otto Martin auf seinem Hightech-Bike zur grossen Schar. Taktik, Manöver und (Fehl-)Treffer dieser gelungenen Jagd wurden beim feinen Mittagessen im Detail nochmals besprochen und verglichen. Die Tellen-Crew versorgte uns dabei bestens, z.B. mit einer ganz hervorragenden indischen Curry-Suppe. Die Preisverleihung brachte dann auch dieses Jahr für alle teilnehmenden Schiffe mindestens einen Trostpreis: ein spannendes Buch, ein packendes Video, ein CCS-Polo-Shirt, einen Dessertwein mit hausgebackenen Cantucci und vieles mehr.Rechtzeitig zur Heimfahrt gab's dann sogar noch milde Herbstsonne und gute Fahrt bei aufgefrischter Bise (mindestens in Richtung Luzern). So fand diese RGV-Wasser-Saison 2005 einen würdigen Abschluss. Toll, zum Saison-Ende nochmals über 40 Kolleginnen und Kollegen unserer RGV mit einer Flotte von 14 Schiffen vereint zu sehen. Danke an alle fürs Kommen und Mitmachen.

Christoph Meier, "Triton"